Stressbedingtes Suchtverhalten entsteht aus dem Zusammenspiel neurobiologischer Belohnungsmechanismen, emotionaler Dysregulation und kurzfristig entlastender Verhaltensroutinen. Belastung verstärkt Impulse, reduziert kognitive Kontrollkapazitäten und erleichtert den Rückgriff auf schnell verfügbare Kompensationsstrategien wie Konsum, Überessen, exzessive Mediennutzung oder andere vermeidungsorientierte Verhaltensweisen. Gut belegte Modelle zeigen, dass solche Muster weniger Ausdruck von „Willensschwäche“ sind, sondern regulative Funktionen übernehmen, die unter chronischer Überforderung an Stabilität verlieren. In Coaching-Prozessen lassen sich diese Zusammenhänge reflektieren, ohne therapeutische Diagnosen zu stellen, und so langfristig adaptive statt impulsgetriebene Selbstregulationsstrategien stärken.
- Stressbedingtes Konsumverhalten
- Impulskontrolle & Selbstregulation
- Motivational Interviewing – Prinzipien
- Umgang mit Rückfallmustern (Coaching-geeignet, nicht therapeutisch)

