Soziale Interaktionen gehören zu den stärksten Einflussfaktoren für Stressregulation, Selbstbild und Verhalten. Forschungsbefunde aus Sozialpsychologie, Emotionsforschung und interpersoneller Neurobiologie zeigen, dass soziale Sicherheit, klare Grenzen und ein realistisches Selbstverständnis zentrale Bedingungen für gelingende Beziehungen und stabile Selbstregulation sind. Unter Belastung können Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Kommunikationsmuster verzerrt reagieren, was soziale Unsicherheit oder Übererregung verstärken kann. Eine reflektierte Auseinandersetzung mit diesen Prozessen unterstützt die Fähigkeit, authentisch zu handeln, sich angemessen auszudrücken und soziale Situationen klarer einzuordnen – ohne klinische Diagnostik, sondern als Teil entwicklungsorientierter Selbstführung.

