Stress – Schlaf – Schmerzen – Stoffwechsel – Sport – Sozialität – Sucht – Selbst

Rolle von Routinen, Energiehaushalt, Erschöpfung

Einordnung

Routinen strukturieren biologische Prozesse und helfen dem Organismus, Energie vorhersehbar bereitzustellen. Energiehaushalt und Erschöpfung sind das Ergebnis der Interaktion von Belastung, Erholung, circadianer Organisation und Stoffwechselrhythmen.

Zentrale Mechanismen

1. Circadiane Steuerung

Der SCN (suprachiasmatischer Nukleus) koordiniert:

  • Cortisolverlauf
  • Insulinempfindlichkeit
  • Körpertemperatur
  • Hunger- und Sättigungsrhythmen
  • Schlaf-Wach-Zeiten

Unregelmäßigkeit wirkt als biologischer Stressor.

2. Energiehaushalt als adaptives System

Energie schwankt abhängig von:

  • mentaler Aktivierung
  • körperlicher Anstrengung
  • Schlafqualität
  • Blutzuckerprofilen
  • Verdauungsaktivität
  • sozialen Anforderungen

Dies sind reguläre Prozesse – nicht problematisch, sondern erklärbar.

3. Routinen als Stabilitätsfaktor

Stabile Rhythmen reduzieren:

  • Stresssensitivität
  • Impulsivität
  • Hungerfluktuationen
  • abendliche Erschöpfung

Sie erhöhen:

  • Vorhersagbarkeit
  • metabolische Effizienz
  • Erholungsqualität

4. Erschöpfung als allostatische Anpassung

Erschöpfung ist ein Zeichen:

  • hoher Belastungsanforderungen
  • geringer Erholungsfenster
  • hoher kognitiver Aktivierung
  • circadianer Verschiebung
  • kumulierter Stressantwort

Dies ist kein klinischer Begriff, sondern ein normaler Ausdruck systemischer Beanspruchung.