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C-reaktive Protein (CRP)

C-reaktives Protein (CRP) ist ein Akut-Phase-Protein des angeborenen Immunsystems, das von der Leber produziert wird, sobald das Immunsystem durch Entzündungsmediatoren wie Interleukin-6 (IL-6), Interleukin-1β (IL-1β) oder Tumornekrosefaktor-α (TNF-α) aktiviert wird. CRP gehört zu den am zuverlässigsten untersuchten Biomarkern für systemische Entzündungsprozesse, Immunaktivierung, Gewebestress, Infektionen und chronische Belastungsreaktionen. Es steigt typischerweise innerhalb weniger Stunden an und dient in der medizinischen Forschung als objektiver Marker für inflammatorische Aktivität.

Im Kontext von Stressphysiologie, Psychoneuroimmunologie und Belastungsforschung ist CRP besonders relevant, weil chronischer Stress, Schlafmangel, psychische Belastung und körperliche Überforderung langfristig zu einer Erhöhung des basalen CRP-Spiegels beitragen können. Diese Form der low-grade Entzündung wird in der Forschung als „subklinische systemische Inflammation“ bezeichnet und steht mit Veränderungen der HPA-Achse, autonomer Regulation, metabolischen Prozessen und Vulnerabilität gegenüber chronischen Erkrankungen in Verbindung.

CRP bildet damit eine biologische Schnittstelle zwischen Stress, Immunsystem, Stoffwechsel, Regeneration und körperlicher sowie psychischer Widerstandsfähigkeit. In Coaching-Kontexten dient der Begriff ausschließlich der Verständnisvermittlung systemischer Zusammenhänge – nicht der Diagnostik oder medizinischen Bewertung.