Stress – Schlaf – Schmerzen – Stoffwechsel – Sport – Sozialität – Sucht – Selbst

Bio- neuropsychologische Grundlagen

Bio- und neuropsychologische Grundlagen bezeichnen die Gesamtheit jener biologischen, neurophysiologischen und psychologischen Prozesse, die menschliches Erleben, Verhalten, Denken, Fühlen und Handeln steuern. Sie bilden das Fundament dafür, wie der Körper Stress verarbeitet, wie Emotionen entstehen, wie Aufmerksamkeit reguliert wird und wie Motivation, Selbstregulation und Lernprozesse ablaufen. Auf biologischer Ebene umfasst dieser Bereich unter anderem das autonome Nervensystem, hormonelle Steuerungssysteme (z. B. HPA-Achse, Cortisolrhythmen), Stoffwechselprozesse, Immunreaktionen sowie Energie- und Regenerationsmechanismen. Auf neuropsychologischer Ebene stehen Strukturen wie präfrontaler Cortex, Amygdala, Hippocampus, Insula und Netzwerke der exekutiven Funktionen im Mittelpunkt, da sie wesentlich zu Wahrnehmung, Entscheidungsverhalten, Emotionsverarbeitung und Verhaltenskontrolle beitragen.

In der Psychologie wird der Begriff genutzt, um die Schnittstelle zwischen Gehirn, Körper und Verhalten zu erklären. Er integriert Forschung aus Neurowissenschaft, Kognitionspsychologie, Emotionspsychologie, Stressforschung, Gesundheitspsychologie und Verhaltenswissenschaften. Die bio- und neuropsychologischen Grundlagen klären, warum Menschen auf bestimmte Belastungen sensibel reagieren, wie Selbstregulation physiologisch verankert ist und weshalb kognitive Prozesse (z. B. Bewertungen, Erwartungen, Aufmerksamkeit) auf körperliche Aktivierung einwirken. Diese Grundlagen bilden daher eine essenzielle wissenschaftliche Basis für Coaching, Leistungspsychologie und mentale Selbstführung, ohne therapeutische Diagnostik oder Interventionserarbeitung vorzunehmen.