Bewegung bezeichnet alle aktiven körperlichen Aktivitäten, die muskuläre Arbeit, energetische Umsetzung, sensorische Verarbeitung und kardiovaskuläre Dynamik beinhalten. In der modernen Forschung gilt Bewegung als ein zentraler Regulationsfaktor für Stressphysiologie, Stoffwechselprozesse, emotionale Stabilität, kognitive Leistungsfähigkeit und langfristige psychische Gesundheit. Auf biologischer Ebene beeinflusst Bewegung neuroendokrine Systeme (z. B. HPA-Achse, sympathisch-parasympathisches Gleichgewicht), moduliert entzündliche Prozesse, stärkt die autonome Regulation (HRV, Vagusaktivität) und optimiert neuroplastische Vorgänge im Gehirn (z. B. Hippocampus-Wachstum, BDNF-Ausschüttung). Psychologisch unterstützt Bewegung Aufmerksamkeitsregulation, Affektstabilisierung und die Verarbeitung belastender Emotionen durch eine messbare Reduktion von Grübeln, kognitiver Enge und Stressreaktivität.
Im Kontext von Selbstregulation und Coaching wird Bewegung als funktionale, nicht-therapeutische Ressource betrachtet, die Körperwahrnehmung (Interozeption, Propriozeption), Selbstwirksamkeit, Energiebalance und Handlungsklarheit stärkt. Sie wirkt als Puffer gegen chronische Belastung, fördert Erholung und unterstützt stabile Entscheidungs- und Bewertungsprozesse. Die Effekte sind gut belegt in Sportwissenschaft, Neurowissenschaften, somatischer Forschung und Gesundheitspsychologie. Bewegung umfasst dabei ein breites Spektrum — von alltagsnaher Aktivität (Gehen, Mobilität, moderate Aktivität) bis hin zu gezieltem Training (Kraft, Ausdauer, Koordination), das unterschiedliche neurophysiologische und psychologische Mechanismen anspricht.

